Nach den Spielen ist vor den Spielen

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Für die erste Standortbestimmung nach Olympia und für den neuen Olympiazyklus sind wir nun zur Bahnweltmeisterschaft in Hongkong. Wir, damit meine ich natürlich den 4er. In den letzten Monaten haben wir vieles Neues ausprobiert um für die kommenden Jahre neue Reize setzen zu können. Dadurch waren wir eigentlich gar nicht auf der Bahn unterwegs. Klingt komisch ist aber so. Dieses Jahr werden wir die WM direkt aus der Straßenvorbereitung fahren ohne viel „Tamtam“ auf der Bahn. Das klingt nicht nur für euch interessant, sondern ist es auch für uns Sportler da wir die letzten 4 Jahre immer sehr lange Bahnphasen vor dem Höhepunkt hatten. Nichts desto trotz sind wir natürlich nicht mindert motiviert und wollen ein gutes Ergebnis einfahren.

Nicht nur trainingstechnisch gab es Änderungen, sondern auch innerhalb der Mannschaft. Viele junge Fahrer sind nachgerückt und unsere Mannschaft im Bahnausdauerbereich ist ein bisschen gewachsen. So bekommt schon dieses Jahr einer der Jüngsten, Jasper Frahm, die Chance sich beim Jahreshöhepunkt des Bahnkalenders zu beweisen. Mit Domenic Weinstein müssen wir einen schmerzhaften Verlust melden. Unser Mann von der 4. Position mit dem „Riesen Motor“ wird sich nun vorrangig auf die Straße konzentrieren und sich, so wünschen wir ihm, für einen Vertrag in der Pro Tour empfehlen. Das gute ist, er ist dem Rad-Net Rose Team erhalten geblieben und so können wir ihn weiter auf seinem Weg begleiten und unterstützen. Und leider ist dieses Jahr auch Nils Schomber nicht mit uns mitgeflogen. Auch das ein schmerzhafter Verlust für dieses Jahr. Unser stärkster Mann in Rio und der Alfa Romeo (kleiner Insider) in „Der Mannschaft“ geht zwar nicht auf die Straße aber nach einem langen Bundeswehrlehrgang bekam er die Zeit sich in Ruhe auf die bevorstehenden Dinge vorzubereiten und ließ dem jungen Wilden den Vorrang.

Somit gilt es den Umständen entsprechend das Beste draus zu machen, einfach wie immer alles geben was man hat, aber auch Jasper anzulernen. Die ersten beiden Bahntrainings hier in Hongkong liefen noch ein wenig unrund wovon wir uns aber nicht runterziehen lassen, immerhin haben wir noch die Vorbelastung einen Tag vor dem Wettkampf um die letzten Feinabstimmungen zu etablieren. Es wird sicher schwer dieses Jahr die Vorleistungen aus den vergangenen 2 Jahren und vor allem dem Ergebnis aus Rio gerecht zu werden, aber dennoch sind wir auf einen positiven Einstieg in den neuen Zyklus aus.

Wie Ihr raushören könnt, haben wir noch zwei wichtige Tage der Vorbereitung vor uns, bevor es dann am Mittwoch um 15 Uhr Ortszeit in die Quali geht. Ab 13 Uhr deutscher Zeit überträgt übrigens Eurosport live aus Hongkong mit meinem Lieblingskommentator Robert Bengsch. Liebe grüße an dieser Stelle an Ihn.

Also bitte an den Tagen von Mittwoch bis Sonntag uns fleißig Daumen drücken!

Anbei noch ein paar Bilder aus Hongkong. Die Sightseeingtour diente allerdings auch dafür, sich munter zu halten und an die Zeitverschiebung anzupassen. Aber klar, auch die Kultur hier in Hongkong ist kennenlernwert.

Euer Theo