Back to the „Roads“ oder auch kleines Update!

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Nachdem wir in den letzten Jahren die Straßentrainings- und Rennkilometer ein wenig reduzieren mussten um uns auf die Bahn und die Olympischen Spiele zu konzentrieren, steht seit der Zeit nach Olympia auch wieder ein wenig mehr die Straße im Vordergrund.

Das macht sich natürlich bemerkbar, verliert man doch sehr schnell seine Fähigkeiten auf der Straße, wenn man sich dem Projekt Bahn hingibt. Nun aber im Zyklus des Grundaufbaus kommt der „Straßentritt“ langsam wieder zurück. Bemerkbar macht sich das dann durch ein viel besseres Gefühl im Straßenrennen. Man ist wieder in der Lage ein Radrennen anzunehmen und mit zu gestalten. Nachdem es unmittelbar nach der Bahn-DM in die Höhe ging und wir dort nicht nur auf dem Rennrad saßen, haben wir auch neue Akzente für unseren Körper gesetzt. Alles mit dem Ziel neue Reize zu setzen und auf der Straße natürlich auch den einen oder anderen Erfolg einzufahren.

Vom Trainingslager aus Italien ging es dann direkt nach Polen zur Dookola Mazowsza. Dort konnte ich nach langer Zeit auch mal wieder ein Rennen auf der Straße gewinnen und entschied die 3. Etappe der Dookola Mazowsza für mich. Mit einer geilen Mannschaftsleistung und gutem Druck auf den Pedalen bekam ich die Chance und nutzte sie promt, mich im langen Zielsprint durchzusetzen und als Erster über die Ziellinie zu fahren.

Mit dieser Portion Selbstbewusstsein und dem positiven Gefühl aus dem Trainingslager im Rücken ging es dann anschließend zu Rad am Ring. Aber bevor es Sonntag auf der berühmten Nordschleife rund ging stand uns noch ein kleiner Husarenritt bevor. So hieß es direkt nach der Rundfahrt in Polen rein in die Autos, 2 Stunden nach Warschau zum Flughafen knallen, kurz auf dem Flughafen Abendbrot essen und ab nach Frankfurt(Main). Hier um 1 Uhr nachts angekommen, klingelte der Wecker schon wieder um 7:30 Uhr. Weiter ging es mit einem schnellen kleinen Frühstück, denn um 8 Uhr war schon wieder Abfahrt in Richtung Nürburgring. Nach 2 stündiger Fahrt kamen wir dann an der Grünen Hölle an. Der Körper fühlte sich natürlich gerädert an, aber mit der Überraschung, dass meine Freundin und mein Sohn auf einmal vor mir standen war das schnell vergessen. Hatte ich die beiden ja nun mittlerweile schon seit 3,5 Wochen nicht mehr gesehen. Mit dem Gedanken im Kopf ein gutes Ergebnis einzufahren und voll motiviert ging es über die sehr sehr hügligen Runden des Nürburgrings. Am Ende reichte es hier nach 3,5 Wochen hoher Belastung, sogar zu Rang 11. Ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis, als Bahnfahrer bei einem 1.1 Straßenrennen und dieser Streckencharakteristik als bester Deutscher Fahrer ins Ziel zu kommen. In den Abfahrten fuhren wir Spitzengeschwindigkeiten von knapp 100 km/h …und was man runterfährt, muss man ja bekanntlich auch wieder hoch.

Zufrieden mit dem Trainings- und Wettkampfblock geht es nun in Richtung Heim EM nach Berlin. Der Weg Führt über die Cycling Days in Cottbus, wo ich noch mal einen Bahnwettkämpf einschiebe, weiter über Holland –Sierra Nevada–Holland/Belgien–Frankfurt(Oder)– direkt nach Berlin 😉

Bis hier hin und bis bald,
Euer Theo